Bahntrasse Göppingen-Schwäbisch Gmünd muss auch künftig freigehalten werden

Veröffentlicht am 14.05.2018 in Metropolregion

Regionalrat Jürgen Lämmle (SPD): „Das ist eine gute Entscheidung für die Region und den Kreis Göppingen“.

Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat bei seiner Sitzung am 9. Mai einer weiteren Trassenfreihaltung der ehemaligen Schienenverbindung zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd zugestimmt. Beantragt hatte den weiteren Schutz dieser alten Schienentrasse die SPD-Regionalfraktion im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Regionalverkehrsplans, der am Mittwoch im Verkehrsausschuss abschließend beraten wurde. Ursprünglich war im Regionalverkehrsplan vorgesehen, dass diese Trasse künftig aufgegeben werden soll.

Jürgen Lämmle freut sich, dass der von ihm initiierte Antrag eine so breite Mehrheit (nur eine Gegenstimme, keine Enthaltung) gefunden hat. „Damit bleibt eine Option für eine Wiedereröffnung der Strecke für die Zukunft erhalten. Und wer weiß heute, welche Fahrzeuge auf dieser Trasse einst eingesetzt werden? Eventuell könnten das auch selbstfahrende Kleinbusse sein“, so Jürgen Lämmle.

Zur weiteren Begründung des Antrags wird ausgeführt: Der Schurwald erstickt geradezu am Individualverkehr. Viele Straßen wurden zwischenzeitlich wegen Überlastung für den Lkw-Verkehr gesperrt. Bei der alten Bahnstrecke zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd handelt es sich um die einzige bislang freigehaltene Trasse zwischen Neckar-/Filstal und dem Remstal. Die Trasse sollte auch im neuen Regionalverkehrsplan freigehalten werden. Wie schnell sich im Bereich alter Bahntrassen neue Entwicklungen ergeben, zeigt sich an der (ebenfalls alten) Bahntrasse Göppingen-Bad Boll: Nachdem Vertreter der SPD vor Ort in Göppingen die Reaktivierung der Boller Bahn und einen späteren Ringschluss Göppingen–Bad Boll–Weilheim/Teck–Kirchheim/Teck in die Diskussion gebracht hatten, sprechen sich zwischenzeitlich auch die CDU in der Regionalversammlung, die Grünen im Landtag und die Freien Wähler im Kreis Göppingen für eine solche Zukunftsplanung aus. Eine vergleichbare (spätere) Diskussion sollte auch für die Trasse Göppingen-Schwäbisch Gmünd nicht ausgeschlossen werden. Mehrkosten sind mit diesem Antrag nicht verbunden, da die Trasse bislang schon freigehalten wird. Eine weitere Zwischennutzung als beliebter Radweg soll und kann beibehalten werden. Laut Aussage der Regionalverwaltung hat diese Entscheidung des Verkehrsausschusses keinen unmittelbaren Einfluss auf das Verfahren zum geplanten Bau eines Verbrauchermarktes in Birenbach. Dieser Antrag werde in einem so genannten „Zielabweichungsverfahren“ gesondert geprüft.

Die abschließende Beratung des Regionalverkehrsplans wird voraussichtlich am 19. Juli 2018 in der Regionalversammlung stattfinden.

 

Bild: Aquarell von Markus Sick, Alter Faurndauer Bahnhof

 

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