ASF lehnt "strahlende Zukunft" ab

Veröffentlicht am 01.10.2009 in Kreisverband

Neue Württembergische Zeitung

Kreis Göppingen. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Göppingen zeigt sich bestürzt über die neu entflammte Kernenergiedebatte. "Wir wollen keine strahlende Zukunft für uns und unsere Kinder - wir fordern die konsequente Umsetzung des Atomausstiegs", betont die ASF-Kreisvorsitzende Dr. Heide Kottmann und verweist auf Statistiken, die zeigen, dass die Krebsrate bei Kindern im Umkreis von fünf Kilometern um ein Kernkraftwerk deutlich erhöht ist. "Die Atomlobby bestreitet jeglichen Zusammenhang zwischen Krebsrate und Kraftwerk, es gibt aber auch keinen Beweis, dass dem nicht so ist", so Heide Kottmann weiter. Der angeblich "billige" Strom aus Kernkraftwerken verursache Milliardenkosten, erfordere langwierige Genehmigungen und rufe öffentlichen Widerstand hervor.

Weiterhin ungeklärt sei auch die Frage der Endlagerung des radioaktiven Abfalls, der Tausende von Jahren eine Bedrohung darstelle, erklärte die ASF-Kreisvorsitzende weiter. Seit den Wassereinbrüchen im sicher geglaubten Salzstock ASSE werden auf Biegen und Brechen andere Lagerstätten in ganz Deutschland gesucht. Dabei gehen die Bundesländer frei nach dem St. Florians-Prinzip vor: "Verschon mein Land, strahl andere an!", so die SPD-Frauen.

 

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