ASF: Jetzt in die Bildung investieren

Veröffentlicht am 17.09.2009 in Kreisverband

Neue Württembergische Zeitung

Kreis Göppingen. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Göppingen diskutierte die Ergebnisse der jüngsten OECD-Studie. Darin belegt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dass Deutschland zu wenig Geld für Bildung ausgibt. Nur 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fließen in Bildung, der internationale Durchschnitt liegt dagegen bei 6,1 Prozent.

"Nur die Türkei, Slowakei, Spanien und Irland geben weniger Geld für Bildung aus", beklagt die ASF-Kreisvorsitzende Dr. Heide Kottmann. Das sei ein Armutszeugnis für Deutschland. Da helfe auch die Ankündigung der Bundesbildungsministerin (CDU), die Bildungsausgaben bis 2015 kontinuierlich zu erhöhen, wenig. "Wir müssen jetzt in Bildung investieren - bevor es zu spät ist", fordert Heide Kottmann. Bereits seit Jahren sinke die Studienanfängerquote kontinuierlich auf nunmehr 34 Prozent und liege damit weit unter dem Durchschnitt von 56 Prozent. Für die SPD-Frauen ist dies eine eindeutige Folge der Studiengebühren. Der Zugang zu Bildung dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Auch die Zahl der Hochschulabsolventen steigt langsamer als in den anderen OECD-Ländern. Um international bestehen zu können, brauche die Wirtschaft aber deutlich mehr Hochschulabsolventen. pm

 

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