SPD gegen späteren Verkauf der EnBW-Anteile an der Börse

Veröffentlicht am 06.12.2010 in Landespolitik

Fraktionsvizechef Nils Schmid: „Wenn das Land die Anteile in der Hand behält, kann es die Energiepolitik entscheidend beeinflussen“

Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, den Ankauf der EnBW-Aktien für eine aktive Industriepolitik zu nutzen. Nils Schmid, Fraktionsvizechef und SPD-Spitzenkandidat, ist deshalb dagegen, die Anteile an der Börse zu verkaufen.

„Wir werden die Aktien dieses überaus wichtigen Unternehmens nicht den Heuschrecken zum Fraß vorwerfen.“ Und: „Wenn das Land die Anteile in der Hand behält, kann es die Energiepolitik entscheidend beeinflussen.“ Damit wäre auch möglich, die Atompolitik des Konzerns zu korrigieren.

Als Eigentümer sei das Land für die strategische Ausrichtung der EnBW verantwortlich: „Jede Tonne Atommüll ist künftig ein Tonne Atommüll von Mappus“, sagt Schmid. Die SPD drängt zudem darauf, dass das Land den Kommunen die Anteile für einen Ankauf anbietet. „Die EnBW sollte zum Partner der Stadtwerke beim Ausbau der erneuerbaren Energien werden“, fordert Schmid.

 

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