Bundestagswahl: Jusos stützen Binder

Veröffentlicht am 12.01.2009 in Wahlen

Sascha Binder will in die Fußstapfen Walter Riesters treten. FOTO: Piet Mall

Göppinger SPD-Kandidat mit guten Chancen

Sascha Binder (25), SPD-Bundestagskandidat in Göppingen, ist von den Jusos im Land zu ihrem Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl gekürt worden.

HELGE THIELE, Südwestpresse

Stuttgart/Göppinge. Sascha Binder will in große Fußstapfen treten: Der 25-jährige Jurist aus der Fünftälerstadt Geislingen kandidiert bei der Bundestagswahl am 27. September für die SPD im Wahlkreis Göppingen und will als Nachfolger von Ex-Arbeitsminister Walter Riester ins Parlament einziehen. Der 65-jährige Riester, der den Wahlkreis bisher vertritt, kandidiert im September nicht mehr. Vor vier Jahren hatte Riester den Einzug in den Bundestag locker geschafft: Er holte zwar nicht das Direktmandat, das seit 14 Jahren Klaus Riegert (CDU) hält, Riester war aber mit Platz zehn auf der SPD-Landesliste komfortabel abgesichert und löste sein Ticket nach Berlin über die Auszählung der Zweitstimmen.

Binder könnte Ähnliches gelingen: Der Landesausschuss der Jungsozialisten, in dem alle Kreisverbände vertreten sind, hat den 25-Jährigen zum Spitzenkandidaten des SPD-Nachwuchses im Land gekürt. Damit sind Binders Chancen auf einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste enorm gestiegen. In den kommenden Tagen wird der Juso-Landesvorstand Gespräche mit der SPD-Spitze führen, um zu erreichen, dass Binder am 14. Februar in Singen beim Nominierungsparteitag gut platziert wird - von einem Platz unter den ersten 15 ist die Rede. Bei der Wahl vor vier Jahren schickten die Genossen im Land 23 Abgeordnete nach Berlin.

Es spricht viel dafür, dass der SPD-Vorstand den Jusos entgegenkommt - nicht nur, weil Binders Kandidatur als Signal für die Verjüngung der Partei gilt, sondern auch, weil die Jusos im Gegenzug den Vorschlag der SPD-Spitze für die Landesliste mittragen wollen. Für die Harmonie auf dem Parteitag ist die Unterstützung der Jusos ein nicht unerheblicher Faktor. Binder, der keinem der Parteiflügel angehört, ist seit zwei Jahren Chef des SPD-Kreisverbands Göppingen.

 

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